Cannibal - Aus dem Tagebuch des Kannibalen

Inhalt:

„Der Mann“ ist auf der Suche. Auf der Suche nach Männerbekanntschaften. Doch als die Kontaktwilligen den wahren Grund seiner Suche herausfinden, ziehen sie entsetzt ab. Bis er in einem Internetforum einen Seelenverwandten trifft: „Das Fleisch“. Sie treffen sich, verbringen eine leidenschaftliche Nacht miteinander und vollziehen dann den Grund ihres Treffens: „Der Mann“ will töten. „Das Fleisch“ will sterben.

Meinung zu dem ganzen Kannibalismus:

2001 erschütterte ein Fall ganz Deutschland und zwar der Mordfall Meiwes/Brandes! Es geht um den Kannibalen von Rohtenburg! Armin Meiwes traf sich mit Bernd Brandes, da dieser wollte, dass Mieweis ihn isst und das zum Teil bei vollem Bewusstsein. Die ganze Sache machte damals eine lange Runde in den Medien, die ich aufmerksam verfolgte, da ich das ganze schon damals sehr interessant fand und da war ich erst 13 wohl angemerkt, aber früh übt sich, wer mal später über solche Horrorthemen mitreden wollte!
 
Es folgten bezüglich dieses Falles zwei Spielfilme und zwar Cannibal - Aus dem Tagebuch des Kannibalen und Rohtenburg, wobei Cannibal natürlich die bessere und vor allem authentischere Verfilmung ist, dementsprechend aber auch wegen Gewaltpornographie beschlagnahmt wurde, was nicht weiter verwunderlich ist, da es sehr explizit hier zu geht! Zu Beginn fragt man sich ob überhaupt Dialoge vorhanden sind, was aber auch der Fall ist nach einiger Zeit als die Protagonisten zusammen treffen!
 
Man kämpft sich erstmal durch Gayporn-Szenen bevor es erst richtig los geht und da wird nicht groß rum gemacht: Der Penis wird abgeschnitten, gebraten und gefuttert, die Leiche des Opfers wie es wohl Meiwes gemacht hat, gespalten, zerstückelt und zubereitet. Wie man sich bestimmt anhand der Beschlagnahme denken kann, hält die Kamera in allen Belangen voll drauf, was will man auch sonst erwarten? Denn auf dem Regiestuhl saß niemand geringeres als Marian Dora, der schon für andere "Verbrechen" verantwortlich war und kein Unbekannter in der Independent-Szene ist!
 
Doch wie soll man diesen Film bewerten? Eklig? Müll? Erstklassig? Oder gar Kunst? Ich würde diesen Film definitiv in einer gewissen Art und Weise als "Kunst"-Film bezeichnen, da der Härtegrad meiner Meinung nach nicht darauf abziehlt eine Schockszene nach der anderen zu bringen, sondern Dora hat es hin gebracht, den Film so zu verfilmen wie es wirklich gewesen sein muss und die Umsetzung kann sich sehen lassen. Doch leider war Meiwes nicht so besonders davon begeistert, dass sein Leben verfilmt wurde, da er gegen den Film Rohtenburg dagegen vor ging, meines Wissens nach, ob es bei Cannibal auch noch so weit kommt, wird sich nach seiner vorraussichtlichen Entlassung 2017 zeigen.
 
 

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